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Running Streetkids in Chipata |
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Eckdaten Das
Projekt Unterstützung
EEF Sambia Fotoalbum
Das Projekt Running Streetkids Chipata
strebt mit einem innovativen Ansatz die Integration von Strassenkindern
in die Gemeinde an: Begleitend zu einem Waisenhaus wurden Fussballmannschaften
gegründet. So können Kinder mittels der Faszination Fussball
von der Strasse gelockt und zum regelmässigen Besuch des Trainings
und des Schulunterrichts motiviert werden. Heute beherbergt das Waisenhaus
über 10 Kinder und Jugendliche. Sie und weitere Strassenkinder
trainieren fünfmal pro Woche und tragen jeweils am Samstag ein
regionales Meisterschaftsspiel aus. Laufend werden Kinder aus den
Fussballteams eingeschult.
Eckdaten von Running Streetkids
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Adresse |
Smiling Kids Zambia
P.O. Box 510937
Chipata
Zambia
Telefon +(260) 216 223764 |
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Eröffnung |
2003 |
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Leitung |
Jane Jere, Lehrerin (Projektverantwortliche)
Stephen Mawere (Cheftrainer)
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Begünstigte |
90 Strassenkinder
lokale Mitarbeiter/-innen des Projekts |
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Infrastruktur |
ein gemietetes Kinderhaus
zur Verfügung gestellter Trainingsplatz und gemietetes
Mannschaftshaus
Ausrüstung für drei Fussballteams
Schulbücher und Wandtafel für Nachhilfeunterricht |
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Ausbildung und Betreuung |
Erfüllung elementarer
Bedürfnisse wie Essen, Hygiene und Gesundheitsfürsorge
Integration in das Fussballteam
strukturierte Freizeitaktivitäten (Theatergruppe)
Einschulung und Nachhilfeunterricht
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Projektkosten EEF |
jährlich CHF 65’000.– |
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Projektdauer |
Juli 2008 bis Juni 2010 (dritte Projektperiode) |
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Projektziel |
Integration von Strassenkindern in die Schule
und Gemeinde |
Das Projekt
Ausgangslage
Chipata ist eine vernachlässigte Stadt im Osten Sambias. Sie
zählt rund 350’000 Einwohner, vermittelt aber nicht den
Eindruck einer Grossstadt. Es gibt kaum industrielle Anlagen, und
der Grossteil der Bevölkerung lebt in weit verstreuten Aussenquartieren.
Über zwei Drittel der Bevölkerung
lebt unter der Armutsgrenze. Die medizinische Versorgungslage
ist desolat. Ausbildungsmöglichkeiten sind kaum vorhanden.
Die hohe Zahl der HIV-infizierten Menschen stellt eine grosse Belastung
für Gemeinde und Wirtschaft dar. Viele Kinder werden zu Vollwaisen
und finden bei den überlasteten Angehörigen zu wenig Hilfe.
Sie haben kein Zuhause und verbringen die meiste Zeit auf der Strasse.
Hier leben sie von Gelegenheitsarbeiten wie Autowaschen oder Lastentragen,
müssen aber auch betteln oder begehen Diebstähle. Die meisten
Strassenkinder sind männlich,
verwahrlost, krank und haben keine Schulbildung.
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Projektverlauf
Strassenkinder sind in Chipata ein relativ neues Phänomen. Angesichts
der sozialen Misere und der hohen Rate
von HIV-infizierten Menschen ist anzunehmen, dass die Zahl
der Strassenkinder weiter steigt. Es besteht dringender Handlungsbedarf.
Unser Projekt mit den Strassenkindern initiierte Esther Bürki.
Die Schweizer Tropen- und Gesundheitsschwester baute in Malawi mit
Erfolg ein Ausbildungszentrum auf. In Chipata schuf sie mit ihrer
Erfahrung und ihrem Beziehungsnetz eine neuartige Institution. 2004
übergab sie das Projekt in lokale Verantwortung, wobei seit Mai
2007 das Projekt von der Sambierin Jane Jere geleitet wird. Sie ist
ausgebildete Pädagogin und war seit dem Projektstart für
die Betreuung und Einschulung der Kinder zuständig.
Running Streetkids Chipata arbeitet dank einer verblüffenden
Idee äusserst erfolgreich: Das Projekt bietet Strassenkindern
an, Fussball zu spielen. Erst der Reiz
des Fussballspielens kann die Kinder regelmässig von der
Strasse wegbringen und dazu motivieren, fünf halbe Tage pro Woche
zum Training zu erscheinen. Diese Konstanz erlaubt es, ernsthaft mit
den Kindern zu arbeiten und ihnen bei der Integration in Schule und
Gemeinde zu helfen.
Im Herbst 2009 trainierten rund 75 Kinder und Jugendliche fünfmal
pro Woche. Sie spielen jeweils am Samstag ein regionales Meisterschaftsspiel.
Das engagierte und kompetente Betreuerteam fördert die körperliche
und psychische Entwicklung der Kinder und ihre
Rückkehr an die Schule. Weitere 15 Kinder nehmen regelmässig
am Musik- und Theaterangebot des Projektes teil. Für Vollwaisen
ohne jegliche Angehörige konnte in Chipata ein Haus gemietet
werden. Die Betreuerinnen und Betreuer sorgen hier für die Vollwaisen,
geben Nachhilfeunterricht und bieten ihnen einen Raum, wo sie leben
und wieder „Kinder“ sein können.
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Erfolge und Probleme
Das Projekt begegnet dem komplexen Problem der Strassenkinder
mit einem viel versprechenden Ansatz: Es
gelingt, durch Fussball die Kinder zu resozialisieren. Running
Streetkids Chipata ist ein Beweis dafür, dass die Bereiche
Sport und Entwicklung sinnvoll und wirksam kombiniert werden können.
Das Fussballteam motiviert die Kinder, längerfristig und zielorientiert
im Projekt mitzuarbeiten.
Die weit verbreitete HIV-Infektion
ist eine ständige Herausforderung. Jederzeit ist mit dem Verlust
von Kindern und Mitarbeitenden zu rechnen. Auch andere Krankheiten
sind bei den schlechten hygienischen Bedingungen allgegenwärtig.
Die hohe Sterblichkeit kann die Entwicklung des Projekts auf Dauer
beeinträchtigen.
Korruption ist ein Problem in Chipata. Eine Stärke unseres Projektes
liegt darin, bereits in der Pilotphase integre
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefunden zu haben. Auf diesem
bestehenden sozialen Netzwerk können wir aufbauen. Eine transparente
Kommunikation und die Ablehnung korrupter Machenschaften sind für
die Projektmitarbeitenden ein Muss.
Die Anschubfinanzierung durch die Direktion für Entwicklung und
Zusammenarbeit (Deza) ist ein Zeichen dafür, dass unser Projekt
bei erfahrenen Fachleuten auf grosses Interesse stösst. Entscheidend
sind aber auch das Vertrauen und der
Respekt, die dem Projekt vor Ort entgegengebracht werden. Es
ist ein wichtiges Signal, dass das Projekt bereits Spenden von lokalen
Gönnern entgegennehmen konnte. Die Zusammenarbeit mit den Schulen
und anderen staatlichen Stellen verläuft routiniert. Da wir das
einzige Kinderhaus des gesamten Distriktes unterstützen, welches
die Unicef-Standards der Kinderbetreuung einhält, entwickelte
sich eine enge Kooperation mit der sambischen Sozialbehörde.
Diese Behörde weist gelegentlich aufgegriffene Kinder an Smiling
Kids Zambia und hilft dabei, geeignete Pflegeeltern für die Waisen
zu finden.
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Ziele
Ziel ist es, die Strassenkinder von Chipata
in die Gemeinde zu integrieren. Mittels der Faszination Fussball
sollen die Kinder von der Strasse weg auf die Schulbank gelockt werden.
Zudem streben wir an, den Schulabgängern eine Berufslehre zu
ermöglichen. Ein Kinderhaus bietet Platz für 15 Vollwaisen.
Alle Kinder, die am Projekt beteiligt sind, erhalten ausgewogene Nahrung
und werden medizinisch versorgt.
Das Projekt strebt eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und
der Ausbildung der Kinder an. Zusätzlich erleben die Strassenkinder
im Fussballspiel Teamgeist und erwerben Sozialkompetenz. Sie lernen
andere Werte und Regeln als die der Strasse kennen.
Unterstützung durch den EEF
Die Unterstützung des EEF garantiert den Betrieb des Kinderhauses
und stellt die Infrastruktur, die Ausrüstung sowie das Training
von zwei Fussballmannschaften sicher. Unser Projekt ermöglicht
die Versorgung von 90 Waisenkindern und fördert deren Integration
in die Schule.
Der Vorstand informierte sich im Sommer 2009 direkt vor Ort über
die Entwicklung und den Stand des Projekts. Running Streetkids Chipata
erreichte bereits vieles. Doch braucht es noch etliche personelle
und materielle Ressourcen, um die anstehenden Herausforderungen zu
meistern. Wir erachten unsere regelmässige
Evaluation und die Information
über auftretende Probleme als wichtiges Mittel, dieses
Ziel zu erreichen.
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Sambia
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Bevölkerungszahl |
11,6 Millionen Einwohner (Stand 2008) |
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Fläche |
752’614 km2
(achtzehnmal die Fläche der Schweiz)
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BIP pro Kopf |
CHF 1’400.– (Stand 2007) |
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Preise in Chipata (Stand Januar
2005)
1 Liter
Diesel
1 Liter Milch
1 Liter Coca-Cola
1 Kilo Brot
1 Kilo Reis
1 Kinobillet
1 Paket Zigaretten |
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF |
1.25
–.40
1.50
–.55
–.15
2.50
1.15 |
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Quellen:
CIA World Factbook, Angaben von Esther Bürki, eigene Gestaltung
und eigene Berechnungen
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